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Konzept und Grundgedanken des Autors
zum Projekt der globalen Ausstellungstournee:
Berlin 1989 - 2007 „Bilder aus
zwei Jahrtausenden“. |
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Der inzwischen 17-jährige
fotografische Zyklus von Günther Schaefer spannt einen visuellen Bogen von
November 1989 beginnend mit dem Fall der Berliner Mauer bis
dato, zeigt die Entwicklung der
Metropole in all ihren Facetten und mit all den „Phänomenen“, die
dieser spannende Abschnitt der
Zeitgeschichte in ihr produzierte. G. Schaefers Werk dokumentiert Berlin als
eindringliches Symbol für den Zu- sammenbruch des „Eisernen Vorhangs“, der Grenze zweier Systeme, des Falls der
„Grenze der Welt“ in einer Stilart, in der der Mensch oder die Spuren, die er hinterlässt, stets im Mittelpunkt
der kreativen Intention steht.
Inhaltlich wechseln Großereignisse
mit stillen The- men von
nicht minderer Bedeutung, philosophische Ansichten, ästhetische Blickwinkel, historische
Verbindungen und politische As- pekte ergänzen sich in der
Bildauswahl. Ein Credo des Künstlers
lautet: „Wer Schwarz - Weiß fotografiert muss Farbe
bekennen“, eine Ausdrucksform die
Bildinhalte auf das Wesentliche reduziert. Ein weiteres fotografisches Stilmittel ist
das Schaffen von Serien. Die langjährige Dokumentation von
symbolträchtigen Stätten und
weltgeschichtlichen Brennpunkten in dieser Stadt macht die Entwicklung der Metropole auf eindringliche Weise
transparent und richtet
sich gegen ein „kollektives Vergessen“. Das
Werk will auch auf künst- lerisch ästhetische
Art, jedoch ohne
verklärend zu wirken,
ein intensives Stück
Zeitgeschichte bewahren
und in einer authentisch- kompositorischen Bildsprache zum Dialog mit dem Betrachter
auffordern. |
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Das gesamte Ausstellungswerk
umfasst zirka 250 Fotos (ausgewählt aus zirka 50.000 Negativen zum Thema).
Ergänzt mit Texten und Kommentaren
vieler Persönlichkeiten der
Zeitgeschichte wird es
auch in naher Zukunft in Buchform präsentiert
werden. Zwischenphasen dieses Projekts
waren in der
vergangenen Dekade bereits in zahlreichen, viel beachteten
internationalen Expositionen zu besichtigen (siehe Biografie). Die
Reaktionen der Ausstellungsbesucher auf
diese Präsentationen waren
äußerst positiv und
die Identifikation des Publikums mit den gezeigten Themen, besonders
im Ausland, überraschend intensiv. Die Vernissage der Ausstellung in
der Botschaft von Venezuela in Potsdam am 9. November 2001 war der Start zu
einer Ausstellungstournee durch alle
Kontinente. Von September bis November
2004 war sie in
der Botschaft Ungarns in Berlin zu besichtigen. 2005 erfolgten zwei
Präsentationen in den Nieder-landen sowie eine zweite große Exposition in
Potsdam. Zu-künftig folgen
Ausstellungen in verschiedenen Ländern Ost-europas. Der Tourneeplan, mit
osteuropäischen Ländern zu Beginn, ist bewusst gewählt, als Referenz an
den Freiheits-kampf jener
Nationen, ohne die der
Fall der Berliner Mauer zu
diesem Zeitpunkt nicht
möglich gewesen wäre.
Ab 2006 / 2007 wird die Ausstellung
für mehrere Jahre den europäischen Kontinent verlassen, um auf einer globalen Tournee diesen
intensiven Abschnitt der
Weltgeschichte aus deutscher Sicht zu präsentieren. Je nach Ausstellungsforum, besteht
die Möglichkeit, Prä-sentationen des Werks zwischen einer Zahl von zirka 60
bis 250 Exponaten zu variieren, ohne
entscheidend die Dramaturgie
des Gesamtkonzepts zu
verändern. Da der Künstler die Organisation dieser globalen Tournee
persönlich koordiniert, ist er in der Auswahl der Ausstellungssorte sowie
Präsentations-foren flexibel und an diesbezüglichen Vorschlägen und Offerten
jederzeit interessiert. Die Umsetzung und Finanzierung des Gesamtkonzepts
erfolgt überwiegend durch Sponsoring. Highlights aus dem Gesamtwerk
waren außer in Berlin und Potsdam bereits in: Beirut, Tripoli / Libanon, New
York, Waco / USA, Frankfurt a.M., Leipzig, Hannover, Bad Homburg, Eisenach / Deutschland
und Maastricht, Hengelo / Niederlande zu besichtigen. Das Ziel für die Zukunft: A never ending tour ! |
9. September 2004,
Ungarische Botschaft - Berlin.
Eröffnung der Foto- ausstellung „Bilder aus zwei Jahrtausenden“. Rundgang durch die Exposition: v.l.n.r. Bundespräsident Horst Köhler,
Günther Schaefer, Bundeskanzler a.D. Dr. Helmut Kohl. Im
Hintergrund (leicht verdeckt) links: Dr. Sándor Peisch - Botschafter
Ungarns, rechts: Miklós Neméth Ministerpräsident a. D. von Ungarn. Eröffnungsrede
des ungarischen Ministerpräsidenten a. D. Miklós
Neméth |
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2005, Galerie Onyva,
Maastricht / Niederlande. Großfoto: 3,0 x 2,0 Meter auf Fahnenstoff. ( 120 x 80 Inches ) Es existieren fünf Motive in diesem Format. |
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Hauptmotivation für die
Aktivität des Fotografen
G. Schaefer ist es, durch
transportieren von Bildinhalten, denen stets ein freiheitlich
humanistischer Grundgedanke zugrunde liegt,
einen Beitrag zu
leisten, der mithilft,
ein Bewusstsein dafür zu bewahren, dass das höchste globale Gut, das es
zu schützen gilt, die Demokratie ist. Nicht erst seit der Katastrophe
des 11. September stellt dies eine der größten Herausforderungen der freien Welt
im 21. Jahrhundert dar.
Weiterhin ist es
angesichts von Bildern
und deren weltweiter medialer
Verbreitung von Horden grölender Neo-Nazis am Brandenburger Tor und
neuerdings sogar im Berliner Scheunenviertel, aus deutscher Perspektive
mehr als notwendig, der Welt
auch Dokumente zu zeigen, die Zeugnis dafür sind, dass
Deutschland und im Besonderen Berlin stets bereit ist, den Grundgedanken von
Freiheit und Demokratie zu schützen,
wann immer er in Gefahr sein
sollte. Möge dieses Werk ein bescheidener Beitrag hierzu sein und als
Motivation dafür dienen, dass man auch als Einzelner, im Rahmen der eigenen
Möglichkeiten, stets etwas bewegen kann, vorausgesetzt man tut es. |
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9. November. 2001, Botschaft von Venezuela / Potsdam. V. l. n. r. H.
Mendiburu Bezirksbürgermeister a. D.
von Friedrichshain, 3. v. l.
Schirmherr: I. Beetz Präsident der Wirtschaftskonsuln Bln-Brbg, L.
Leal-Leon Kulturattaché von Venezuela, der Künstler G. Schaefer,
seine Exzellenz Dr. Erik Becker-Becker Botschafter von Venezuela
während der Laudatio zur Ausstellungseröffnung. |
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September 2000, Fotogalerie Berlin
(In der vergangenen Dekade war diese Galerie mit fünf verschiedenen
Ausstellungsräumen das zweit-
größte Forum für Fotografie in Deutschland). Mai / Juni 2007,
Exposition Potsdam.
Galerie in den
Passagen des Hauptbahnhofs. Die bislang umfangreichste Präsentation auf 400
qm Ausstellungsfläche. |
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Drei Transportboxen für insgesamt siebzig Exponate im Format 50
x 60 cm. (
19,4 x 23,4 Inches ) Gerahmt in Aluminium- Blockrahmen und Passepartout. Außenmaße der
Boxen: B 97 x H 73 x T 60 cm. B 38,5 x H 28,5 X 23,5 Inches |
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Günther Schaefer, geboren 1954 in Ebern / Franken, wurde 1990 international bekannt
durch sein heute unter Denkmalschutz stehen- des Berliner Mauer-Gemälde „Vaterland“, einer
Kombination zwischen der bundesdeutschen und israelischen Staatsflagge,
11 Meter lang und 3,5 Meter hoch. Ein Friedenssymbol und
Mahnmal gegen jeglichen
Fanatismus. Ein Werk, das sich
zweifach auf den 9.November bezieht,
einmal auf den 9. Nov. 1938, dem
Pogrom der so genannten „Reichskristallnacht“, ferner auf den 9. Nov. 1989, dem Fall der
Berliner Mauer.
„Vaterland“ ist der
wohl provokanteste Beitrag an der East Side Gallery, des letzten noch erhaltenen Mauerstreifens.
So wurde dieses Gemälde seit 1990 von
Fanatikern unterschiedlichster
Couleur 44 -fach zerstört. Der Künstler antwortete immer wieder
mit Restaurationen, als Form
von gewaltfreiem Widerstand. 1996 war
er Mitbegründer der Künstlerinitiative East Side Gallery e. V. Als Vorstandsmitglied kämpft er für den
Erhalt des vom Zerfall bedrohten einzigartigen Monuments der deutschen
Teilung, das zugleich die größte Open
- Air Galerie der Welt darstellt. Seit
1985 präsentierte er seine
Arbeiten in über 150 nationalen und
internationalen Kunstaktionen, Gruppen- und Einzelausstellungen (siehe
Biografie). Seit 1992 hat der Wahlberliner sein Domizil in
Friedrichshain, zuvor lebte und
arbeitete er als
Maler und Fotograf
in Frankfurt / Main und New York. 2000 erhielt er die Ernennung
zum Berlin-Botschafter, in dieser Aufgabe vertritt er die Berliner
Bürgerschaft beim diplomatischen Korps.
4. November 1999, Goethe - Institut
Beirut / Libanon.
Professor Bassam Lahoud,
American - Lebanese University / Beirut. Dr. Monika von Krafft - Direktor
des Instituts. Rundgang
durch die Ausstellung mit Studenten. ________________________________________________________________________________________________________ Report: Vernissage - Ungarische Botschaft, Berlin 9. September 2004, Start der
Ausstellungs - Welttournee. |
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