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http://www.berliner-mauer-kunst.net Von: LP [mailto:L.Postler@.....de]
Vorschlag
für die Verleihung des Paul-Singer-Preises 2008 an Günther Schaefer Begründung:„Denkend sehend, sehend denken“ lautet
das Motto für Günther Schaefers Leben und Schaffen als Bildender
Künstler. Bekannt wurde
der in Franken geborene und seit 1990 in Berlin, seit 1992 in Friedrichshain
lebende Künstler durch sein unter Denkmalschutz stehendes Gemälde „Vaterland“
an der East-Side-Gallery. „Vaterland“ zeigt
eine Kombination zwischen der deutschen und israelischen Staatsflagge. Ein Friedenssymbol und Mahnmal gegen jeglichen Fanatismus.
Ein Werk, das sich zweifach auf den 9. November bezieht, einmal auf den 9.
Nov. 1938, dem Pogrom der „Reichs-kristallnacht“, und auf den 9. November 1989, dem
Fall der Berliner Mauer. „Vaterland“ ist der wohl provokanteste Beitrag
an der East-Side-Gallery. So wurde dieses
Gemälde seit 1990 von Fanatikern unterschiedlichster Coleur
44-fach zerstört. Der Künstler antwortete immer wieder mit
Restaurierungen, als Form von gewalt-freiem
Widerstand und Engagement. 1996 war er
Mitbegründer der Künstlerinitiative East-Side-Gallery
e.V. Als Vorstands-mitglied kämpft er für den
Erhalt des vom Zerfall bedrohten, einzigartigen Monuments der deutschen
Teilung und der Freude über ihre Beendigung, die ihren Ausdruck in den
Kunstwerken auf der East-Side-Gallery fand. Die Wandlung
Berlins nach Beendigung der Teilung fand und findet auch ihren
Ausdruck in dem photographischen Schaffen von Günther
Schaefer. Sein Photo-projekt „Berlin–Bilder aus zwei Jahrtausenden“ liegt jetzt auch
(nach zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland) auch seit 2006 als
Buch vor. Günther
Schaefer ist nach wie vor in Friedrichshain engagiert, neben seiner
Vorstandstätigkeit in der Künstlerinitiative East-Side-Gallery
e.V. engagiert er sich in FrieKultur,
einem Network für Künstler und
kunstinteressierte Bürger und war aktiv an verschiedenen Aktionen
des Spektrale e.V. beteiligt. Sein
Engagement gilt der Öffnung der Kunst für breite
Bevölkerungsschichten. Sein Wissen
und seine Ost-West-Erfahrung gibt er auch an Jugendgruppen weiter. 2000
erhielt er die Ernennung zum Berlin-Botschafter, als der er die Berliner
Bürgerschaft beim diplomatischen Korps vertritt. Weitere Informationen unter www.berliner-mauer-kunst.net |