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Von: LP [mailto:L.Postler@.....de]
Gesendet: Montag, 31. Dezember 2007 08:02
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Betreff: Vorschlag für die Verleihung des Paul-Singer-Preises 2008 an Günther Schaefer

 

Vorschlag für die Verleihung des Paul-Singer-Preises 2008 an Günther Schaefer

 

Begründung:„Denkend sehend, sehend denken“ lautet das Motto für Günther Schaefers Leben und Schaffen als Bildender Künstler.  

Bekannt wurde der in Franken geborene und seit 1990 in Berlin, seit 1992 in Friedrichshain lebende Künstler durch sein unter Denkmalschutz stehendes Gemälde „Vaterland“ an der East-Side-Gallery. „Vaterland“ zeigt eine Kombination zwischen der deutschen und israelischen Staatsflagge. Ein Friedenssymbol und Mahnmal gegen jeglichen Fanatismus. Ein Werk, das sich zweifach auf den 9. November bezieht, einmal auf den 9. Nov. 1938, dem Pogrom  der „Reichs-kristallnacht“, und auf den 9. November 1989, dem Fall der Berliner Mauer. „Vaterland“ ist der wohl provokanteste Beitrag an der East-Side-Gallery. So wurde dieses Gemälde seit 1990 von Fanatikern unterschiedlichster Coleur 44-fach zerstört. Der Künstler antwortete immer wieder mit Restaurierungen, als Form von gewalt-freiem Widerstand und Engagement. 

1996 war er Mitbegründer der Künstlerinitiative East-Side-Gallery e.V. Als Vorstands-mitglied kämpft er für den Erhalt des vom Zerfall bedrohten, einzigartigen Monuments der deutschen Teilung und der Freude über ihre Beendigung, die ihren Ausdruck in den Kunstwerken auf der East-Side-Gallery fand. 

Die Wandlung Berlins nach Beendigung der Teilung fand und findet auch ihren Ausdruck in dem photographischen Schaffen von Günther Schaefer. Sein Photo-projektBerlin–Bilder aus zwei Jahrtausenden“ liegt jetzt auch (nach zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland) auch seit 2006 als Buch vor.  

Günther Schaefer ist nach wie vor in Friedrichshain engagiert, neben seiner Vorstandstätigkeit in der Künstlerinitiative East-Side-Gallery e.V. engagiert er sich in FrieKultur, einem Network für Künstler und kunstinteressierte Bürger und war aktiv an verschiedenen Aktionen des Spektrale e.V. beteiligt.  

Sein Engagement gilt der Öffnung der Kunst für breite Bevölkerungsschichten.  

Sein Wissen und seine Ost-West-Erfahrung gibt er auch an Jugendgruppen weiter. 2000 erhielt er die Ernennung zum Berlin-Botschafter, als der er die Berliner Bürgerschaft beim diplomatischen Korps vertritt.  

Weitere Informationen unter www.berliner-mauer-kunst.net