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„Entschließt
sich der Photograph den Auslöser zu betätigen, hinterlässt die nie mehr
wiederkehrende Zeit ihren Fingerabdruck auf dem Negativ.“
Der photographische Zyklus von Günther Schaefer spannt einen visuellen
Bogen von November 1989 beginnend mit dem Fall der Berliner Mauer bis
in die Gegenwart.
Eine Synthese aus Kunst, Dokumentation, Journalismus und vor allem
purer Freude an der Ausübung des spannenden Mediums Photographie.
Inhaltlich wechseln Großereignisse mit stillen Themen von nicht
minderer Bedeutung, in der Bildauswahl ergänzen sich philosophische
Grundgedanken, ästhetische Blickwinkel, historische Verbindungen sowie
politische Aspekte. Darüber hinaus dominiert in dieser siebzehnjährigen
Langzeitbeobachtung der serielle Effekt, nur ermöglicht durch den Fluss
der Zeit.
Berlin, die einstige Grenze der Welt im Wandel der Zeit, fixiert mit
der Kamera an seinen symbolträchtigsten Stätten, die als historische
Brennpunkte tief im globalen Bewusstsein verankert sind, geformt aus
Licht und Schatten, gleichsam einem "The times they are a
changing" in visueller Notenschrift, dem die Zeitgeschichte die
Partitur diktierte.
Die
Exposition in der Fotogalerie wird mit weit mehr als 100 Exponaten die
bislang umfangreichste zum Thema sein. Die Präsentation findet im
Rahmen der bereits seit 2004 laufenden internationalen
Ausstellungstournee statt. Gezeigt werden u. a. viele bisher nicht
publizierte Werke sowie Großfotos im Format 3,0 x 2,0 Meter.
Weiterhin erfolgt zur Vernissage eine Präsentation des gleichnamigen
Photobuchs zum Projekt.
Die Ausstellung wird eröffnet von Prof. Dr. Olav Münzberg (UdK Berlin).
Live-Music: Paco Liana & Rainer Volkenborn (Tango und Flamenco).
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