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Der
inzwischen 18-jährige fotografische Zyklus von Günther Schaefer
spannt einen visuellen Bogen von
November 1989 beginnend mit
Dem Fall der Berliner Mauer bis dato, zeigt
die Entwicklung der Metropole in all ihren Facetten und mit all den
„Phänomenen“, die dieser
spannende Abschnitt der Zeitgeschichte in ihr produzierte. G.
Schaefers Werk dokumentiert Berlin als eindringliches Symbol für den Zu-sammenbruch
des „Eisernen Vorhangs“, der
Grenze zweier Systeme, des Falls der „Grenze der Welt“ in einer Stilart, in
der der Mensch oder die Spuren, die
er hinterlässt, stets im Mittelpunkt der kreativen Intention steht. Inhaltlich wechseln Großereignisse mit stillen Themen von
nicht minderer
Bedeutung, philosophische
Ansichten, ästhetische Blickwinkel,
historische Verbindungen und politische
Aspekte ergänzen sich in der Bildauswahl. Ein Credo des Künstlers
lautet: „Wer Schwarz - Weiß fotografiert muss Farbe bekennen“,
eine Ausdrucksform die Bildinhalte auf das
Wesentliche reduziert. Ein weiteres fotografisches Stilmittel ist
das Schaffen von Serien. Die langjährige
Dokumentation von symbolträchtigen Stätten und weltgeschichtlichen Brennpunkten
in dieser Stadt macht die Entwicklung der Metropole auf eindringliche Weise
transparent und richtet
sich gegen ein „kollektives Vergessen“. Das Werk will
auch auf künstlerisch
ästhetische Art, jedoch
ohne verklärend zu
wirken, ein intensives Stück
Zeitgeschichte bewahren
und in einer authentisch kompositorischen
Bildsprache zum Dialog mit dem Betrachter auffordern.
Das gesamte
Ausstellungswerk umfasst zirka 250 Fotos (ausgewählt aus zirka 50.000
Negativen zum Thema). Ergänzt mit Texten und Kommentaren vieler
Persönlichkeiten der Zeitgeschichte wird
es auch in
naher Zukunft in Buchform präsentiert werden. Zwischenphasen dieses
Projekts waren in
der vergangenen Dekade
bereits in zahlreichen, viel beachteten internationalen Expositionen zu
besichtigen (siehe Biografie).
Die Reaktionen der
Ausstellungsbesucher auf diese
Präsentationen waren äußerst
positiv und die Identifikation des Publikums mit den
gezeigten Themen, besonders im Ausland, überraschend intensiv.
Die
Vernissage der Ausstellung in der Botschaft von Venezuela in Potsdam am 9.
November 2001 war der Start zu einer
Ausstellungstournee durch
alle Kontinente. Von
September bis November 2004 war
sie in der Botschaft Ungarns
in Berlin zu besichtigen. 2005 erfolgten zwei Präsentationen in den
Niederlanden sowie eine zweite große Exposition in Potsdam. Zukünftig folgen Ausstellungen in
verschiedenen Ländern Osteuropas. Der Tourneeplan, mit osteuropäischen Ländern
zu Beginn, ist bewusst gewählt, als Referenz an
den Freiheitskampf jener
Nationen, ohne die der
Fall der Berliner Mauer zu
diesem Zeitpunkt nicht
möglich gewesen wäre.
Ab 2006 / 2007 wird die Ausstellung
für mehrere Jahre den europäischen Kontinent verlassen, um auf einer globalen Tournee diesen
intensiven Abschnitt der
Weltgeschichte aus deutscher Sicht zu präsentieren.
Je nach
Ausstellungsforum, besteht die Möglichkeit, Präsentationen des Werks
zwischen einer Zahl von zirka 60 bis 250
Exponaten zu variieren, ohne entscheidend die Dramaturgie des Gesamtkonzepts zu
verändern. Da der Künstler die Organisation dieser globalen Tournee
persönlich koordiniert, ist er in der Auswahl der Ausstellungssorte sowie
Präsentationsforen flexibel und an diesbezüglichen Vorschlägen und Offerten
jederzeit interessiert. Die Umsetzung und Finanzierung des Gesamtkonzepts
erfolgt überwiegend durch
Sponsoring.
Highlights
aus dem Gesamtwerk waren außer in Berlin und Potsdam bereits in: Beirut, Tripoli / Libanon, New York, Waco / USA, Frankfurt
a.M., Bad Homburg, Eisenach / Deutschland und Maastricht, Hengelo / Niederlande zu besichtigen.
Das Ziel für
die Zukunft: A never
ending tour !
Hauptmotivation
für die Aktivität des
Fotografen G. Schaefer ist
es, durch transportieren von Bildinhalten,
denen stets ein freiheitlich humanistischer Grundgedanke zugrunde
liegt, einen Beitrag
zu leisten, der
mithilft, ein Bewusstsein dafür zu bewahren, dass das höchste globale Gut, das es
zu schützen gilt, die Demokratie ist. Nicht erst seit der
Katastrophe des 11. September stellt dies eine der größten Herausforderungen der freien Welt
im 21. Jahrhundert dar.
Weiterhin ist es
angesichts von Bildern
und deren weltweiter medialer
Verbreitung von Horden grölender Neo-Nazis am Brandenburger Tor und
neuerdings sogar im Berliner Scheunenviertel, aus deutscher Perspektive mehr
als notwendig, der Welt
auch Dokumente zu zeigen, die Zeugnis dafür sind, dass
Deutschland und im Besonderen Berlin stets bereit ist, den Grundgedanken
von Freiheit und Demokratie zu schützen,
wann immer er in Gefahr sein
sollte. Möge dieses Werk ein bescheidener Beitrag hierzu sein und als
Motivation dafür dienen, dass man auch als Einzelner, im Rahmen der eigenen
Möglichkeiten, stets etwas bewegen kann, vorausgesetzt man tut es.
Günther Schaefer, geboren 1954 in Ebern / Franken, wurde 1990 international bekannt
durch sein heute unter
Denkmalschutz stehen-
des Berliner Mauer – Gemälde „Vaterland“, einer
Kombination zwischen der
bundesdeutschen und israelischen Staatsflagge, 11 Meter
lang und
3,5 Meter hoch. Ein Friedenssymbol
und Mahnmal gegen jeglichen Fanatismus. Ein Werk, das sich zweifach auf den
9.November bezieht, einmal auf den
9. Nov. 1938, dem Pogrom
der so genannten „Reichskristallnacht“, ferner auf den 9. Nov. 1989, dem
Fall der Berliner Mauer. „Vaterland“ ist
der wohl provokanteste Beitrag an der East Side Gallery, des letzten noch erhaltenen
Mauerstreifens. So wurde dieses Gemälde seit 1990 von
Fanatikern
unterschiedlichster Couleur 44 -fach zerstört. Der Künstler
antwortete immer wieder mit Restaurationen, als Form von gewaltfreiem Widerstand. 1996
war er Mitbegründer der Künstlerinitiative East Side Gallery e. V. Als Vorstandsmitglied kämpft er für den
Erhalt des vom Zerfall bedrohten einzigartigen Monuments der deutschen
Teilung, das zugleich die größte
Open - Air Galerie der Welt darstellt. Seit
1985 präsentierte er seine
Arbeiten in über 150 nationalen und
internationalen Kunstaktionen, Gruppen- und Einzelausstellungen (siehe
Biografie). Seit 1992 hat der Wahlberliner sein Domizil in
Friedrichshain, zuvor lebte und
arbeitete er als
Maler und Fotograf
in Frankfurt / Main und New York. 2000 erhielt er die
Ernennung zum Berlin-Botschafter, in dieser Aufgabe vertritt er die
Berliner Bürgerschaft beim diplomatischen Korps.
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Photos
& Copyrights by G.Schaefer
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