http://www.berliner-mauer-kunst.net
Sehr geehrter Herr Bundespräsident,
Sehr geehrter Herr Altbundes-kanzler, Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
Sehr geehrter Herr Bot-schafter, Exzellenzen, sehr geehrte Damen und Herrn,
liebe Freunde und Kollegen, ich begrüße Sie auf das
Herzlichste zu meiner Präsentation „Bilder aus zwei Jahrtausenden“. Ich begehe heute, trotz zahlreicher internationaler
Expositionen in der Vergangenheit ein besonderes Ausstellungsdebut. Dies ist
meine erste Ausstellung auf ungarischen Boden. Und was kann für einen Künstler der so viele Jahre
an diesem Thema gearbeitet hat, mehr Bestätigung sein, als am Vortag eines
solch geschichtsträchtigen Tages hier in diesem Ambiente ausstellen zu
können. All das aus einer Perspektive mit Blick auf das einst mit absolutem
Tabu behafteten Brandenburger Tors. Ich möchte nicht allzu viel Worte über meine
Aufnahmen verlieren, denn ich denke sie sollten für sich selbst sprechen.
Aber um eine häufig gestellte Frage zu beantworten. An meinen Fotos ist
nichts inszeniert oder gestellt und schon gar nicht collagiert, wie oft
vermutet wird. Sie stellen das Leben so dar wie ich es auf der Straße
antreffe. Festgehalten mit einem einzigen Druck auf den Auslöser meiner
Kamera. Zum Ausstellungskonzept: Diese Vernissage ist der
Start einer globalen Ausstellungstournee durch alle Kontinente. In der Folge
wird sie auch in verschiedenen Ländern Osteuropas zu sehen sein. Als Referenz
an jene Nationen ohne die der Fall der Mauer zu jenem Zeitpunkt noch nicht
möglich gewesen wäre . Ich widme diese Ausstellung zweifach: Zum einem
meiner Mutter die in diesem Jahr leider viel zu früh und plötzlich verstorben
ist. Zum Zweiten widme ich diese Ausstellung ganz besonders jenen Menschen
die sich für Frieden, Freiheit und Demokratie einsetzen gerade dann wenn es
unbequem wird und sogar manchmal wehtun kann. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel
nachdenkliches Vergnügen beim betrachten der Bilder und freue mich auf die
kommenden Gespräche mit Ihnen. G. Schaefer, Sept. 2004 |