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http://www.berliner-mauer-kunst.net Entwurf zur kommenden Renovierung und
internationaler Friedensaktion am 23. September 2004 um 11.00 Uhr an der
Berliner Mauer - East Side Gallery. Am gleichen Tag findet um 10.00 Uhr mit allen
Beteiligten eine Pressekonferenz zum Event im gegenüber liegenden East Side
Hotel statt. Mühlenstr. 6, 10243 Berlin-Friedrichshain in unmittelbarer Nähe
der Oberbaumbrücke. Die Aktion wird unterstützt von Frau Cornelia Reinauer
Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg und Schirmherrin der East
Side Gallery sowie dem Kulturamt des Bezirks.
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Eine Friedensaktion die G. Schaefer
gemeinsam mit der israelischen Künstlerin Varda Carmeli an seinem Werk
„Vaterland“ an der East Side
Gallery durchgeführt wird. Der Entwurf wird
von den Künstlern in einer gemeinsamen Aktion umgesetzt. Der Text
links und rechts vom Gemälde wird ebenfalls dem Zeitgeschehen gemäß
modifiziert. Da das Werk „Vaterland“ über die Zeit eine eigene Dynamik
entwickelte wurde der ursprüngliche Text bereits mehrfach in den vergangenen
Jahren ergänzend aktualisiert. So zuletzt geschehen am 18. März 2004, dem
vierzehnten Jahrestag der Erstanfertigung des Gemäldes an der East Side
Gallery. Das Werk war vor der letzten Rekonstruktion von vier Anschlägen
überlagert, dessen erster sich auf die Terroranschläge des 11. September 2001
in New York bezog (siehe Homepage: Rubrik Zerstörungen / Vaterland). Die drei
folgenden Zerstörungen standen im engen Zusammenhang mit den politischen
Ereignissen im Nahen Osten der vergangenen Monate. Erstmals wird mit dieser
Aktion eine konkrete Änderung des Hauptmotivs vollzogen, um der politischen
Weltlage Rechnung zu tragen. Und um in der Öffentlichkeit mit Mitteln der
Kunst ein Friedenszeichen zu setzen, in einer Zeit in der politische und
diplomatische Möglichkeiten der Völkerverständigung ganz offensichtlich aber hoffentlich nicht
entgültig an einem entsetzlichen Scheideweg angelangt sind. Die Aktion wird ausführlich in
Wort, Bild und Video aufgezeichnet um eine umfangreiche Dokumentation zu
erstellen. Diese soll zukünftig in internationalen Aus-stellungen präsentiert
werden. Erste Stationen sollen
hier-bei Berlin, Israel und Palästina sein. |
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NACHFOLGEND: „VATERLAND“ in der ursprünglichen
Version, den letzten heftigen Zerstörungen und der aktuelle Zustand.
Das
Gemälde in der ursprünglichen Version und restauriertem Zustand. |
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Das Gemälde vor dem 18. März
2004. Überlagert von vier Anschlägen (siehe unten) und unzähligen
Schmierereien.
Die
letzten Attacken im Detail |
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„VATERLAND 2004“.
Entwurf zur internationalen Friedensaktion am 23. September 2004 an der East
Side Gallery.
Mit G. Schaefer und
der israelischen Künstlerin Varda Carmeli. Das Gemälde „VATERLAND 2004“ an
der Berliner
Mauer wird danach
eine Kombination aus drei Flaggen darstellen.
Entwurf für die Aktion in den Proportionen an der East Side Gallery.
Der ursprüngliche Text wird nach rechts verschoben Freie Textfläche für Statements der Künstler!
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Die
ursprünglichen Begleittexte des Gemäldes seit 18. März 1990.
Die Texte werden im Zuge der Aktion teilweise nach
rechts verschoben und modifiziert).
Linke Seite (seit 1990): Diese
Flagge ist ein Symbol des Vereinenden und aufeinander Zugehens. Sie ist ein
Mahnmal gegen jede faschistische Tendenz.
Reichskristallnacht:
9. November 1938! Maueröffnung: 9.
November 1989! Rechte Seite (seit 1990): Diese
Flagge basiert auf dem humanistischen Grundgedanken von Frieden und Einheit
aller Völker. Sie ist eine Auseinandersetzung mit dem
Erbe aller deutschen Generationen nach dem 2. Weltkrieg. Am Sockel rechts
unten (seit 1997): Time Bomb
- Hoyerswerda, Mölln, Rostock, Lübeck, Solingen. Am Sockel in der Bildmitte (seit 2004): „Die
Mauer der Schande steht nun in Israel“ ANMERKUNG: Das
zukünftige Resultat dieser Aktion, so wie es hier im Entwurf zu sehen, ist kann wegen den denkmalpflegerischen
Auflagen, denen das Original des Vaterland-Werks unterworfen ist, nur
zeitlich begrenzt an dieser Stelle bleiben. Der Künstler ist verpflichtet
nach einiger Zeit wieder den Ur-Zustand herzustellen. Aber wie
allgemein bekannt ist, strebt die Künstlerinitiative East
Side Gallery e V., in Kooperation mit dem Investor
der zwischen Mauer und Spree einen
Park errichtet, die baldige Komplett-Sanierung der Mauergalerie an.
Dies bedeutet, dass sich dann an der Rückseite der East Side Gallery eine zusätzliche Fläche über 1,3 km
erschließt, die ebenfalls künstlerisch gestaltet werden soll. An dieser
Fläche könnte dann zukünftig dieses neue Werk einen dauerhaften Standort
finden. Mehrfach schrieb
das Werk „Vaterland“ Berliner
Mauer-Geschichte. So wurde das Gemälde als ein
symbolisches „Geschenk an die
Freiheit“ am 18. März 1990 dem Tag der ersten und zugleich letzten freien
Wahlen in der DDR, als erstes komplett fertig gestelltes East Side Gallery
Werk der Öffentlichkeit präsentiert. Weiterhin wurde das Gemälde am 13.
August 1997, dem Jahrestag des Mauerbaus, als erstes unter
denkmalpflegerischen Kriterien konservierte Teilstück in der
Berliner-Mauer-Historie, in einem offiziellen Festakt von Dr. Andreas
Nachama, dem damaligen Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde zu Berlin der
Öffentlichkeit übergeben. Ferner ist dieses Kunstwerk (10 m x 3,5 m) nach
mehr als vierzig Zerstörungen und Rekonstruktionen, die am intensivsten
bearbeitete Fläche in der über vierzigjährigen, facettenreichen Historie der Berliner-Mauer-Kunst. Von
August 1995 bis September 1996 war der Titel des Werks „Niemandsland“. Es wurde in einer
Protestaktion umbenannt. Gemeinsam In einer Aktion mit dem Berliner
ex-Senator Thomas Krüger, damals MdB, heute Präsident der Bundeszentrale für
politische Bildung (siehe Homepage). |
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