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Künstlerische Variationen  des „Vaterland“ – Motivs. In den Jahren von 1988 - 2002 entstanden zahlreiche Variationen der "Vaterland-Flagge" die im Rahmen von Dokumentationen über die Geschichte des Motivs in vielen nationalen – und internationalen Expositionen zu besichtigen waren.

 

Aktion:  Vaterland - Komet  22. / 23. März 1990, Berliner Mauer, Bernauer Straße im Bezirk Wedding.

 

 

 

 1990, Entwurf No.1,

 „Vaterland-Komet“. Mischtechnik 50x60 cm.

 

Der VATERLAND - Komet ist eine Variation der VATERLAND - Flagge.  Er stellt  einen Kometen dar  der in den Himmel Berlins vorstößt,  darunter die Wahrzeichen Ost- und West-Berlins.  Der Komet  zerschlägt sechs  Hakenkreuze.  Sie stehen symbolisch für 6 000 000  jüdischer Opfer unter der Nazi Diktatur sowie der sechs als Teufelszahl. Der Komet wurde in Berlin / West Bernauer Str. 111 gegenüber der Evangelischen  Versöhnungsgemeinde direkt auf die Mauer gemalt.  Gestalterisch, ermöglichte ein abknicken des Original – Mauersockels eine optische Integration  der Mauer vor dem Brandenburger Tor und Ost-Berliner Fernsehturm. Der Mauer-abschnitt  Bernauer Str. 111 wurde aus folgendem Grund gewählt:  Die  Evangelische  Versöhnungsgemeinde  hatte  ihr  Domizil  ursprünglich im heutigen Todesstreifen auf DDR Gebiet. Nach dem Mauerbau musste sie zwangsläufig zum heutigen Standort ausweichen. Ihre ehemalige  Kirche,  mitten  im  Todesstreifen  gelegen,  wurde 1985  von  den  DDR Behörden gesprengt. Vor kurzer Zeit wurde  in diesem  Bereich,  in dem viele Mahnkreuze an Fluchtopfer erinnern ein neuer Grenzübergang eröffnet. Zu Ostern wurde der Komet von unbekannten gänzlich zerstört. Die Beschädigungen des Betons waren so heftig, dass eine Neuanfertigung des Werks an gleicher Stelle nicht mehr möglich war. Ein Grund mehr um ihn an anderer Stätte mit ähnlichen historischem Hintergrund neu zu erstellen. Dies bezieht sich nicht ausschließlich auf Berlin. Es existieren  bereits mehrere Entwürfe dieses Motivs,  mit  wechselnder Skyline,  bezogen  auf die jeweilige Stadt in der das Gemälde neu realisiert werden könnte.

G. Schaefer, April 1990

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